Liebe Pfarreiangehörigen!

bild

In der Adventzeit gehen viele Menschen zu einem Adventmarkt und nennen diesen “Weihnachtsmarkt“. Vielleicht wird auch `mal der Heilige Nikolaus mit einem sogenannten “Weihnachtsmann“ verwechselt. In Kaufhäusern wird vorzeitig Weihnachtsmusik abgespielt. Zum Christkindlesmarkt nach Nürnberg fahren, das wäre auch noch ein Vorhaben, das manche angehen. Im Fernsehen werden sicherlich die üblichen Weihnachtsfilme schon weit vor Weihnachten zu sehen sein. Vor vielen Häusern werden Christbäume gestellt und Fenster werden mit Sternen geschmückt. Manche Äußerlichkeiten sind schön anzusehen und führen manchmal sogar zu tiefsinnigeren Gedanken. Das geschieht aber nicht immer zwingend und regelmäßig.


In der Pfarrgemeinde stimmen wir uns ganz bewusst innerlich auf Weihnachten ein und nennen diese Zeit Advent (=Ankunft). Die Adventzeit ist die Vorbereitungszeit auf die Ankunft des Herrn, die wir anschließend an Weihnachten feiern. Wir verwechseln die Vorbereitungszeit nicht mit dem dann folgenden Weihnachtsfest. Innerlich stimmen wir uns ein durch eine Marienmesse im Advent in der nur mit Kerzen beleuchteten Kirche. Wir feiern bewusst die vier Adventsonntage vor Weihnachten und entzünden jeweils eine neue Kerze am Adventkranz, wenn eine Woche vorüber ist. Der Kirchenkaffee am dritten Adventsonntag wird als Gaudete im Advent gestaltet. Im Seniorenkreis wird eine Adventfeier gestaltet. Kinder üben für das Krippenspiel in der Krippenfeier am Heiligen Abend. Die Ministranten üben in der Adventzeit die Lieder für das Krippenspiel. Die Kirche wird kurz vor Weihnachten weihnachtlich geschmückt und auch die Krippenbauer werden tätig. Das alles könnte man auch als eine rein äußerliche Vorbereitung bezeichnen, doch hat dies alles auch eine geistliche Dimension. Eine innere Vorbereitung auf Weihnachten kann es schon sein, wenn wir das Bild von der Heiligen Familie auf der Titelseite des Pfarrbriefes betrachten.

Ihnen allen wünsche ich eine nachdenkliche, besinnliche Adventzeit, die Sie dazu fähig macht, das kommende Weihnachtsfest innerlich mitzufeiern und nicht nur äußerlich.

Ich grüße Sie alle herzlich! Und wenn es dann so weit ist, wünsche ich allen frohe und gesegnete Weihnachten, besonders den Kranken. Der neugeborene Gottessohn sei in unserer Pfarrgemeinde einem jeden nahe, den Einsamen in ihrer Einsamkeit und den Familien in ihrer Gemeinschaft!

 

Ich grüße Sie alle herzlich.

A. Weitzel, Pfr.