Liebe Pfarreiangehörigen!

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Sie sehen oberhalb eine sommerliche Ansicht unserer Pfarrkirche. Bald beginnt der Herbst. Aber: Ist das noch sicher? Das ist schon fraglich, denn als ich im Sommer 2018 Rasensamen ausstreute und alles gut bewässerte, wollte nichts aufgehen und wachsen. Dann aber im Dezember und Januar ging die Saat unerwartet auf. Wem kann man noch trauen, wenn man nicht einmal mehr den Jahreszeiten trauen kann?


Abgesehen vom Wetter spielen sich zur Zeit Vertrauenskrisen mitten in vielen Gesellschaften der Erde ab, politisch, religiös und im privaten Bereich. Menschen können lügen und betrügen und manchmal kann man sich auch selbst nicht mehr über den Weg trauen. Schlechte Erfahrungen überträgt man zudem leicht auch auf andere Bereiche des Lebens. Verspieltes Vertrauen ist dann schwer wiederherzustellen. Und das alte Vertrauen zurück, das will auch niemand, denn das alte Vertrauen baute zu oft auf falschen Annahmen.


Noch einmal die Frage: Wem kann man noch trauen, wenn man nicht einmal mehr den Jahreszeiten trauen kann?

Ein Neuanfang ist möglich, wenn man sein Vertrauen auf Gott setzt. Er hat noch nie jemanden hinters Licht geführt, betrogen oder belogen. Wagen wir es und säen wir unser Vertrauen in Gott. Seine Saat, die er selbst uns zur Verfügung stellt, wird ganz sicher aufgehen … vielleicht erst nach Monaten oder Jahren und dann ganz unerwartet. Ohne Vertrauen geht die ganze Welt kaputt. Gott zu vertrauen ist ein guter Neuanfang, politisch, religiös und privat.

 

Ich grüße Sie alle herzlich.

A. Weitzel, Pfr.